Das Konzept

Der Begriff „Sicherheitsassistent“ (SiAss) beschreibt eine Funktion bei der Feuerwehr (und anderen Hilfsorganisationen). Der Sicherheitsassistent dient dazu, die Sicherheit der Einsatzkräfte bei Einsatz und Übung zu erhöhen. Dazu unterstützt er als Stabsfunktion die jeweilige Führungskraft (Einsatzleiter, Abschnittsleiter, Einheitsführer).

Hauptaufgabe des Sicherheitsassistenten ist die Beobachtung und Bewertung von Gefährdungen, unsicheren Situationen und unsicheren Verhaltensweisen an der Einsatzstelle. Darüber hinaus entwickelt er Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Einsatzkräfte und schlägt diese dem Einsatzleiter vor. Er stellt quasi ein weiteres „Paar Augen und Ohren“ für den Einsatzleiter dar und wirkt somit als „Risikomanager vor Ort“.

Der SiAss hat neben dem Einsatzleiter als einzige Funktion an der Einsatzstelle die Befugnis, bei Gefahr in Verzug Führungsebenen überspringen zu dürfen um so Einsatzkräfte z.B. aus gefährlichen Situationen heraus zu befehlen oder unsichere Maßnahmen abstellen zu lassen. Oftmals wird die Aufgabe des SiAss auf diesen Führungsdurchgriff bei Gefahr im Verzug reduziert. Dies greift einerseits zu kurz, da die Aufgaben des SiAss weiter gehen. Außerdem ist dieses Recht zum Führungsdurchgriff bei Gefahr im Verzug im Grunde nicht neu für die deutsche Feuerwehr ist, sondern eine Weiterentwicklung einer vorhandenen Regelung: Nach FwDV 3 ist jede Einsatzkraft dazu berechtigt, bei Gefahr die Tätigkeit einstellen zu lassen (Kommando „Gefahr – Alle sofort zurück!“).

Auf den folgenden beiden Seiten wird kurz die Historie zur Entwicklung des Sicherheitsassistenten beschrieben und das Gesamt-Konzept ausführlich vorgestellt.

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